
Investitionen in Wohnimmobilien in Deutschland könnten 2025 ein Gesamtvolumen von mehr als 10 Milliarden Euro erreichen. Das berichtet Thomas Daily am 2. April 2025 unter Berufung auf das Immobilienberatungsunternehmen Lübke Kelber. Nach dessen Marktanalysen seien im ersten Quartal des laufenden Jahres insgesamt 2,4 Milliarden Euro auf dem deutschen Wohninvestmentmarkt investiert worden, was der beste Jahresauftakt seit 2022 gewesen sei.
Marktprägend seien große Transaktionen im Volumen ab 100 Millionen Euro geblieben, deren Anteil am Gesamtumsatz sich auf 58 Prozent belief. Dabei stellten lauf Lübke Kelber der Verkauf von 8.000 Wohnungen durch ZBI an In-West Immobilien sowie die Übernahme von 396 Wohnungen in Berlin-Spandau durch die Wohnungsgenossenschaft Neukölln e.G. die beiden größten Transaktionen dar. Insgesamt seien rund 430 Millionen Euro in die A-Märkte geflossen.
Ein Schwerpunkt habe bundesweit weiterhin auf Value-add-Ankäufen gelegen, welche sich auf rund 52 Prozent des gesamten Transaktionsvolumens summierten. Etwa 340 Millionen Euro entfielen auf Forward-Deals. Angesichts des starken Jahresauftakts rechnet Lübke Kelber damit, dass sich das Transaktionsvolumen am Wohninvestmentmarkt bis zum Jahresende auf über 10 Milliarden Euro erhöhen und damit das Vorjahresvolumen wieder übertreffen könnte. 2024 waren in Deutschland insgesamt knapp neun Milliarden Euro und Wohnimmobilien investiert worden.
„Die Zahlen von Lübke Kelber für das erste Quartal zeigen, dass das bereits im vergangenen Jahr in Umfragen ablesbare Interesse vor allem institutioneller Investoren an Wohnimmobilien sich mittlerweile in realen Umsätzen am Markt widerspiegelt“, sagt Jacopo Mingazzini, Vorstand von The Grounds. „Anders als beispielsweise an den Gewerbeimmobilienmärkten spielen die Erwartungen bezüglich der konjunkturellen Entwicklung bei Wohninvestments erfahrungsgemäß eine geringere Rolle, während vor allem demografische Trends und die jeweiligen Marktsituationen ausschlaggebend sind. Vor allem in den A-Städten und deren Umlandregionen finden Investoren in dieser Hinsicht nach wie vor attraktive Rahmenbedingungen vor, weil die Bevölkerung dort tendenziell wächst, während das Wohnungsangebot nicht mit der Nachfrage Schritt halten kann.“